Botolinumtoxin Typ A ist ein medizinischer Wirkstoff, der seit über 20 Jahren in der Neurologie und bei Muskelerkrankungen bei Kindern eingesetzt wird. Botox ist der generische Name des Arzneimittels, der von dem Bakterium Clostridium botulinum unter als Exotoxin ( Eiweiss ) produziert wird. Es gibt inzwischen sieben Subtypen Botolinumtoxin Typ A-G, die sich nicht nur in der biochemischen Eigenschaft, sondern auch immunologisch und pharmakologisch unterscheiden.
Es gibt eine durch verdorbene Lebensmittel ( Hauptsächlich Wurst, Schinken, Fisch in Konserven ) verursachte Erkrankung names Botulismus, die durch sehr hohe Konzentrationen des Bakterieneiweisses letalen Verlauf nehmen kann. Botolismus kann auch bei Säuglingen oder Wundinefktionen vorkommen, dann spricht man von Wundbotokismus.
Ursprünglich wurde Botox zur Behandlung von Lidmuskelverkrampfungen eingesetzt. Inzwischen sind über 200 Erkrankungen bekannt, die durch Botox behandelt werden können, u.a. Migräne, Tinnitus, übermässiges Schwitzen, Muskelspastiken bei Kleinkindern, Marisken ect.
Die ästhetische Indikation für eine Botoxbehandlung besteht, wenn durch zu viele tiefe Falten der Gesichtsausdruck unfreundlich, vorgealtert und unausgeglichen erscheint. Die Dosis für eine Gesamtbehandlung mit Botox ( Vistabel, Azzalure, Xeomin, Bocuture ) liegt bei etwa 50 Einheiten, eine Ampulle. Die letale Dosis bei Menschen liegt bei schätzungsweise etwa 5000 Einheiten, also etwa 50 Ampullen. Somit ist eine tödliche Dosis 50 mal höher als eine übliche Dosis für eine Faltenbehandlung im Gesicht.
