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Rekonstruktive Chirurgie - Haut

Die Rekonstruktive Chirurgie wird besonders häufig bei Korrekturen und Wiederherstellungen des Hautbilds herangezogen. Dabei geht es nicht nur um die Rekonstruktion der Haut nach Fehlbildungsbehandlungen, sondern auch um Wiederherstellungsmaßnahmen, wenn die Haut durch äußere Einflüsse zerstört wurde.

Indikationen

Die Rekonstruktive Chirurgie kommt bereits im Rahmen der Unfallversorgung zum Einsatz. Hier werden erste Notfallmaßnahmen ergriffen, wie etwa Übertragungen von Gewebe. In dem Zuge erfolgt auch die Transplantation von Hautarealen. Sind Hautdefekte zum Beispiel durch flächige Verbrennungen oder durch einen Unfall entstanden, so kann die Rekonstruktion notwendig werden. Auch nach der Entfernung von Tumoren ist es oft nötig, dass die Rekonstruktive Chirurgie ihren Beitrag zur Wiederherstellung von Form und Funktion der Haut leistet.
Teilweise sind es durch Verletzungen entstandene Narben, die sich störend auswirken, nicht nur ästhetisch gesehen, sondern auch funktionell. Zudem kommen Fehlbildungen der Haut in Betracht, sie können ebenfalls Indikator für eine Behandlung durch die Rekonstruktive Chirurgie sein.

Hauttransplantation

Die am häufigsten vorgenommene Behandlung im Rahmen der Rekonstruktiven Chirurgie bezogen auf die Haut ist die Transplantation. Muss ein Hautdefekt verschlossen werden, bieten sich durch die Transplantation gute Möglichkeiten, dass das geschädigte Hautareal später kaum sichtbar sein wird. Entnommen wird dabei gesunde Haut beispielsweise an den Extremitäten oder am Rumpf. Durch den so genannten autologen Gewebetransfer ist es möglich, die Behandlungsergebnisse zu optimieren und Abstoßungsreaktionen des Körpers nahezu vollständig zu verhindern. Bei dieser Methode wird ein größeres Hautareal entnommen, wobei hier die versorgenden Gefäße mit übertragen werden. Dieser Gewebeteil hat deutlich bessere Chancen, wieder anzuwachsen, denn er ist vital und die Durchblutung ist dauerhaft gewährleistet.
Die Narben, die an der Entnahmestelle sowie an der Verpflanzungsstelle entstehen, werden durch eine sorgfältige Wahl der Schnittsetzung klein gehalten.

Verwendung von Kunsthaut

Mittlerweile werden nicht nur körpereigene Gewebe verpflanzt, sondern es kommt auch zum Einsatz von künstlichen Geweben. Dieser Hautersatz wird in einer primären Transplantation auf die zu versorgende Stelle aufgebracht, danach wird die Eigenhaut übertragen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Haut nach dem Anwachsen eine deutlich größere Elastizität zeigt. Der originäre Zustand kann damit fast vollständig wiederhergestellt werden.

Hilfe durch Hautlappenplastiken

Die Rekonstruktive Chirurgie bedient sich bei ihrer Arbeit den Methoden der Ästhetischen Chirurgie, beispielsweise bei der Lappenplastik. Dann wird nicht nur die Haut verpflanzt, sondern auch das Gewebe, welches sich darunter befindet, wird umgesetzt. Dies kann so weit gehen, dass sogar das Muskelgewebe mit verpflanzt wird. Teilweise müssen hierbei die Blutgefäße über einen mikrochirurgischen Eingriff miteinander verbunden werden, damit die Durchblutung der Hautlappenplastik gewährleistet werden kann.