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Rekonstruktive Chirurgie - Körper

Die Rekonstruktive Chirurgie befasst sich mit der Wiederherstellung der Funktionen sowie des äußeren Erscheinungsbildes des gesamten Körpers. In der Regel erfolgt die Behandlung durch Fachleute, die sich zum Beispiel auf die Rekonstruktion von Gliedmaßen, der Haut, des Gesichts oder der Brust spezialisiert haben. Der Körper soll in seiner Gesamtheit zum einen den funktionalen, zum anderen den ästhetischen Anforderungen wieder genügen. Auch wenn es nicht immer möglich ist, einen Körper narbenfrei zu rekonstruieren, so sind die äußeren Erscheinungen nach dem entsprechenden Eingriff doch so, dass sie das höchstmögliche medizinische Maß der Beeinflussung darstellen.

Rekonstruktionen an Armen und Beinen

Gerade die Extremitäten stehen bei der Rekonstruktiven Chirurgie im Fokus, denn sie sind maßgeblich für die Funktion des gesamten Körpers verantwortlich. Wer schon einmal längere Zeit auf ein Bein oder einen Arm verzichten muss - beispielsweise aufgrund der starren Lagerung im Gipsverband - weiß, wie stark die Einschränkung im Alltag ist. Die Rekonstruktive Chirurgie beschäftigt sich mit der Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit bei gleichzeitig minimaler Beeinflussung der äußeren Optik. Mit Hilfe der modernen Mikrochirurgie können auch abgetrennte Extremitäten wieder an den Körper angefügt werden. Möglich ist das durch die Transplantation.
Unterschiedliche Methoden kommen dabei zum Einsatz, je nachdem, wie stark die jeweilige Schädigung ist. Die motorische Ersatzoperation leitet zum Beispiel Muskelgruppen, die beschädigt sind, um und verlagert ganze Einheiten von Muskeln und Sehnen an andere solcher Einheiten. Diese können dann die fehlenden Funktionen übernehmen.
Bei der freien Transplantation werden völlig abgetrennte Muskeln wieder angenäht. Gefäße und Nerven werden dafür nach und nach an die entsprechenden Gegenstücke genäht. Nötig kann das bei einem Arm werden, der zum Beispiel im Schulterbereich vom Körper abgetrennt wurde.

Knochendefekt als Unfallfolge

Teilweise kann es sein, dass ein Knochenbruch, der bei einem Unfall entstanden ist, nicht verheilt. Auch hier kommen verschiedene Methoden zur Behandlung zum Einsatz. Wird der Knochen beispielsweise schlecht durchblutet und kann aus diesem Grunde nicht heilen, kann der Knochen durch einen an anderer Stelle entnommenen Knochen des Patienten ersetzt werden. Meist wird dafür ein Stück vom Oberschenkelknochen verwendet. Auch Speiche, Wadenbein oder Schulterblatt kommen als Entnahmestelle in Frage.

Rekonstruktive Chirurgie nach Verbrennungen

Wenn ein Körper schlimme Brandverletzungen aufweist, kann er in seiner Funktion dadurch beeinträchtigt sein, weil sich Verwachsungen gebildet haben. Diese können die Funktion von Gelenken stören, etwa weil Ober- und Unterarm durch die Vernarbungen nicht mehr richtig gestreckt werden können. Die Rekonstruktive Chirurgie setzt hier an und beginnt mit der Narbenbehandlung, durchtrennt Verwachsungen und sorgt durch Hauttransplantationen dafür, dass die Beweglichkeit und Elastizität wieder gegeben sind.