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Rekonstruktion des Gesichtes

Gerade im Bereich des Gesichts kommt der Rekonstruktiven Chirurgie eine große Bedeutung zu. Denn der erste Eindruck eines Menschen wird nun einmal in erster Linie durch sein Äußeres und insbesondere durch das Gesicht bestimmt. Fehlbildungen oder Unfallschädigungen, die eventuell sogar noch zu Funktionseinschränkungen führen und offensichtlich sind, sind eine enorme psychische Belastung für den Betroffenen. Die Rekonstruktive Chirurgie kommt demnach bei der Versorgung nach einem Unfall, nach Infektionen oder im Bereich der Fehlbildungschirurgie zum Einsatz.

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Wiederherstellung der Funktionen

Wenn durch erworbene Gesichtsdefekte wichtige Funktionen beeinträchtigt sind, so muss die Rekonstruktive Chirurgie dafür Sorge tragen, dass diese so weit wie möglich beseitigt werden. Sprechen, Schlucken oder Kauen werden im besten Fall völlig schmerzfrei und äußerlich normal möglich. Gerade bei sichtbaren Defekten und solchen, die eine entstellende Wirkung haben, steht das Erlangen der unauffälligen Ästhetik an erster Stelle. Die Techniken der Ästhetischen Chirurgie, die beispielsweise bei der Behandlung altersbedingter Veränderungen im Gesicht eingesetzt werden, finden auch bei der Rekonstruktiven Chirurgie Anwendung oder fließen zumindest teilweise mit ein.

Die Rekonstruktive Chirurgie wird somit beispielsweise bei Kieferbrüchen eingesetzt, bei Fehlstellungen im Gesichtsbereich oder nach der Entfernung von Tumoren.

Grundlagen der Rekonstruktiven Chirurgie im Gesicht

Im Rahmen der Rekonstruktiven Chirurgie wird körpereigenes Gewebe verlagert und verpflanzt. Einer Transplantation können Knochen und Knorpel ebenso unterzogen werden, wie Muskeln, Nerven oder Fett. Natürlich werden auch Hauttransplantationen durchgeführt. Wichtig ist hierbei, dass die Hautspannungslinien beachtet werden, dies gilt als besonders wichtiges Kennzeichen der Rekonstruktiven Chirurgie im Gesicht. Narben sind bei der Behandlung unumgänglich, sollten aber so abheilen, dass sie unauffällig sind. Gerade im Gesichtsbereich kommt diesem Punkt eine besondere Bedeutung zu.

Wichtig ist überdies, dass die Wundränder und die nötigen Nähte exakt gesetzt und spannungsfrei positioniert werden. Die verwendeten Nahtmaterialien sind sehr schonend und werden als atraumatisch bezeichnet.

Mikrochirurgie

Mit Hilfe der Mikrochirurgie kann ein Gewebetransfer vorgenommen werden. Dabei wird beispielsweise nach dem Entfernen eines Tumors oder im Rahmen der Rekonstruktion des Gesichts nach einem Unfall oder einer Verbrennung das Gewebe mitsamt der Gefäße, die es versorgen, entnommen. Die Entnahmestelle befindet sich hierfür meist an den Extremitäten oder am Rumpf. Dann wird es an der Empfängerstelle wieder eingepflanzt. Durch das Operationsmikroskop ist es dem Arzt möglich, so exakt zu arbeiten, dass die versorgenden Gefäße an der richtigen Stelle, das heißt, an den betreffenden Gefäßen, wieder angeschlossen werden. Das übertragene Gewebe wird durchblutet. Die Immunabwehr arbeitet dabei auf einem Minimum, denn es handelt sich schließlich um eigenes Gewebe des Körpers.

Gesicht

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