Kurzinformationen

Behandlungsdauer

1-2 Stunden

Betäubung

Lokale Betäubung / Allgemeinnarkose

Klinikaufenthalt

stationär,1 Tag eventuell

Erholungsphase

5-7  Tage 

Narben

um die Brustwarze

Sport

4 Wochen kein Sport

Besonderheiten

4 Wochen Brustgurt

Brustkorrektur beim Mann

Männliche Brustkorrektur /Gynäkomastie


Bei der Gynäkomastie ist die männliche Brustdrüse vergrößert ähnlich einer weiblichen Brust. Meist ist die Veränderung beidseitig, es kann jedoch auch zu einer einseitigen Gynäkomastie kommen.

Im Jugendalter, während der Pubertät, ist die Gynäkomastie bei vielen Knaben zu finden und nicht krankhaft. Sie betrifft fast jeden zweiten Jugendlichen. Meist findet eine spontane, komplette Rückbildung der Pubertätsgynäkomastie statt.

Bei erwachsenen Männern tritt eine Gynäkomastie ebenfalls sehr häufig auf. Oft bleibt die Ursache im Unklaren. Mögliche Ursachen sind eine veränderte Leberfunktion, die Einnahme östrogenhaltiger Medikamente, wodurch die Balance zwischen männlichen und weiblichen Hormonen ins Ungleichgewicht gerät. In einzelnen, seltenen Fällen kann ein Tumor die Gynäkomastie verursachen.

Bei gravierendem Übergewicht sollte vor einer Operation zunächst durch diätetische und sportliche Maßnahmen eine Gewichtsreduktion mit möglicher Verminderung der Gynäkomastie angestrebt werden. Ist die Gynäkomastie Folge übermäßigen Alkohol- oder Marihuanagenusses oder auf den Gebrauch anaboler Steroide zur Figurveränderung zurückzuführen, ist ebenfalls eine Veränderung des verursachenden Verhaltens ratsam. 

Gynäkomastie Infobroschüre Autor M. Hosseini

Die Vorbereitung auf eine Brustkorrektur

Patienteninformation zur Männerbrust (Gynäkomastie)
Die Ausprägung einer weiblichen Brustform bei einem Mann ist ein kosmetisches Problem, welches viele, vornehmlich jüngere Männer betrifft. Die als Gynäkomastie bezeichnete Männerbrust kann beidseitig oder auch nur einseitig auftreten. Sie basiert auf einer Vermehrung des Fett- und Brustdrüsengewebes. Je nach ihrem Ausmaß stört sie das individuelle ästhetische Empfinden des Betroffenen und kann das Selbstbewusstsein negativ beeinflussen.

Ursächlich kann die Entstehung einer Gynäkomastie in einer genetischen Veranlagung, Übergewicht oder einer hormonellen Dysbalance begründet sein. Meistens ist jedoch keine eindeutige Ursache feststellbar.

Die Therapie
Nach Ausschluss einer hormonellen Erkrankung stellt sich die Frage nach der Lösung dieses kosmetischen Problems. Entgegen vereinzelt in der Laienpresse verbreiteten Darstellungen, erweisen sich erhöhtes muskuläres Training, Diäten, Ernährungsumstellungen oder medikamentöse Therapien als unwirksam.

Die einzige Therapieform, welche nachweislich einen sichtbaren Erfolg bringt, liegt in einer chirurgischen Korrektur der Gynäkomastie. Hierbei wird über zwei 4-5 mm große Einschnitte am Rand des Brustwarzenvorhofes eine spezielle Kanüle eingeführt, um das Fett- und Drüsengewebe abzusaugen. Gleichzeitig kann noch ein zusätzliches Herausschneiden von Drüsengewebe notwendig sein. Am Ende des Eingriffs werden die beiden Einschnitte vernäht. Die dabei entstehenden Narben sind sehr klein und völlig unauffällig.
Auf die Operation müssen Sie sich nicht speziell vorbereiten. Sie sollten für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation jedoch keine Mittel einnehmen, die Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin®) enthalten, da diese die Blutgerinnung verzögern. Ihr Operateur wird Ihnen hierzu ein gesondertes Merkblatt aushändigen.

Die Operationsmethoden einer Brustkorrektur

Die Operationsdauer beträgt in der Regel eine bis anderthalb Stunden. Größere Eingriffe können im Einzelfall auch länger dauern.

Vermehrtes Brustdrüsengewebe wird chirurgisch entfernt. Diese Exzision kann allein oder in Verbindung mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) erfolgen. Über kleine  Hautschnitte am Rand oder quer durch die Brustwarze wird das überschüssige Brustdrüsengewebe in Verbindung mit überschüssigem Fett und Haut entfernt. Sind größere Gewebsmengen zu entfernen, sind die Einschnitte in die Haut in der Regel auch ausgedehnter. Wird zusätzlich zur optimalen Konturierung der Brust eine Fettabsaugung vorgenommen, kann die erforderliche Kanüle zur Absaugung von Fettgewebe durch die vorhandenen Hautschnitte oder aber über kleine Schnitte im Bereich der seitlichen Unterbrustfalte oder Achselhöhle eingeführt werden.

Wenn vorwiegend eine Formierung von Fettgewebe vorliegt, kann eine Behandlung durch die Fettabsaugung allein angezeigt sein. Die hierfür notwendigen Hautschnitte werden an den zuvor beschrieben Stellen gesetzt.

Im Fall einer Kombinationsbehandlung aus Fettabsaugung und chirurgischer Ausschneidung wird vorzugsweise im ersten Schritt die Saugung erfolgen und im zweiten, darauf folgenden Schritt die Ausschneidung des Restbrustdrüsenkörpers.

Unter ständigem Bewegen der schmalen, hohlen Kanüle wird das Fettgewebe gelöst und nachfolgend abgesaugt. Bei dem Vorgang wird von örtlich betäubten Patienten oft ein Vibrieren oder ein Druckgefühl verspürt.

Bei sehr ausgeprägter Gynäkomastie kann nach der Korrektur der Fall eintreten, dass die Haut nicht mehr über die neue Brustkontur passt. Dann wird überschüssige Haut entfernt und die verbleibende Haut fest an die neue Brustkontur angelegt.

Üblich ist das Einlegen einer Drainage in das Operationsgebiet zum leichteren Abfluss von Wundsekret. Zusätzlich dient die Anlage eines straffen Verbandes zur besseren Fixierung der neuen Gewebskontur der Brust. 





Medizinisch notwendige Korrektur einer pathologisch vergrößerten männlichen Brustdrüse

Die Nachbehandlung nach der Operation

Leichte Schmerzen und ein Ziehen im Wundgebiet sind in den ersten Tagen nach der Operation normal. Solche postoperativen Beschwerden lassen sich durch wirksame Medikamente jedoch gut behandeln. Der Verband sollte selbstverständlich genau gemäß der Anweisung des Arztes getragen werden. Hautnähte werden nach Ablauf von etwa 7 bis 10 tagen entfernt.

Schwellungen und Blutergüsse können am Anfang relativ stark sein. Daher ist es üblich für eine oder zwei Wochen kontinuierlich und später einige Wochen noch nachts einen elastischen Verband anzulegen. Die Schwellungen gehen in den ersten Wochen meist sehr gut zurück, das endgültige Ergebnis ist allerdings erst nach Ablauf von mindestens drei Monaten zu sehen.

An Ihren Arbeitsplatz können Sie in der Regel nach ein bis zwei Tagen zurückkehren, immer vorausgesetzt, Sie fühlen sich bereits fit genug. Anstrengende sportliche Aktivitäten sollten Sie in der ersten drei Wochen meiden. Auch in der Folgezeit sollten Sie zunächst auf Sport verzichten, bei welchem die Brust leicht verletzt werden kann.

Sonnenbestrahlung Ihrer Narben sollten Sie sechs Monate lang strikt vermeiden, um die Gefahr von Pigmentstörungen der Haut im Narbenbereich zu bannen. Falls eine Sonnenexposition unvermeidlich ist, sollten Sie Cremes mit maximalen Lichtschutzfaktor verwenden. 

Mögliche Risiken einer Brustkorrektur beim Mann

Wenn Ihre Operation von einem erfahrenen, qualifizierten Plastischen Chirurgen vorgenommen wird, sind Komplikationen selten und in der Regel für ein dauerhaft gutes Ergebnis unbedeutend. Dennoch gibt es bei jeder Operation allgemeine Risiken, die durch die Operation selbst bedingt sind, und spezifische Komplikationen, die mit der Eigenheit des Eingriffs verbunden sind.

Wie bei jeder Operation können nach einer Brustkorrektur Blutergüsse und Schwellungen im Brustbereich auftreten, die in der Regel von selbst abheilen. Infektionen des Wundgebietes sind selten und können in der Regel durch eine geeignete Antibiotikatherapie vollständig zur Abheilung gebracht werden. In sehr seltenen Fällen kann es jedoch notwendig sein, die Infektion chirurgisch zu sanieren.

In einzelnen Fällen kann es trotz sorgfältigster Operationstechnik zu unschönen Narben, Farbveränderungen der Haut im operierten Bereich und zu Reliefverformungen der Brust oder auch Verziehungen der Brustwarzen kommen. Durch Korrekturoperationen können diese unerwünschten Veränderungen jedoch meist gut ausgeglichen werden.

Unerwünschte Reaktionen auf die Narkose sind heutzutage extrem selten, können aber vorkommen und müssen daher an dieser Stelle genannt werden. So kann das Narkosemittel selbst zu Unverträglichkeitsreaktionen führen, die jedoch in der Regel gut beherrschbar sind.

Insgesamt gesehen ist die operative Korrektur der Gynäkomastie eine komplikationsarme Operation mit einem hohen Grad an Effizienz und Sicherheit. 

Vorher-Nachher-Bilder für Gynäkomastie

Aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes ( HWG ) vom 01.04.2006 sind Vorher- und Nachher Bilder in den Medien nicht mehr erlaubt, deshalb dürfen wir  keine vergleichende Ergebnisse im Internet veröffentlichen.

Jedoch können wir Ihnen in der Praxis Beispiele der Patienten zeigen, die bei uns behandelt worden sind. 

 


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