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Muttermalentfernung

Kurzinformationen

Behandlungsdauer30-50 Minuten
Betäubunglokale Betäubung
Klinikaufenthaltkeine
Erholungsphase1-3 Tag je nach Größe
Narbenje nach Region unauffällig
Sport

1-3 Wochen kein Sport

Besonderheitenkeine


Definition Muttermale

Unter einem Muttermal ( Nävus ) versteht man eine gutartige Hautveränderung. Leberflecken und Muttermale (Nävi) kommen bei nahezu jedem Menschen vor.  Sie bestehen aus herdförmigen Ansammlungen von sogenannten Nävuszellen. Nävuszellen ähneln den Pigment bildenden Zellen der Haut (Melanozyten), sorgen jedoch nicht für eine gleichmäßige Bräunung. Nävuszellen liegen gehäuft in Nestern in der Haut, wo sie meist Hautfarbstoff produzieren. Dies ist dann als Leberfleck beziehungsweise Muttermal sichtbar.


Die Gründe für eine Muttermalentfernung

Muttermale können besonders im Gesicht als störend empfunden werden. Zwar gelten kleine Flecken sogar als Schönheitsflecken, aber häufig oft sind Muttermale eben nicht so klein und unauffällig wie in diesem Fall.

Dunkle Male können aber auch ein ernsthaftes gesundheitliches Risiko darstellen, insbesondere, wenn sie ihre Farbe und Größe verändern. Denn aus einem unscheinbaren Fleck kann sich ein lebensbedrohlicher Hautkrebs entwickeln. Zu den Muttermalen, die per Definition gefährlich werden können zählen insbesondere Körperstellen, bei denen das Mal ständigem Druck ausgesetzt ist.

Die ABCDE-Regel:

  • A - Asymmetrie nicht symmetrisch !
  • B - Begrenzung unscharfe Ränder !
  • C - Color unterschiedliche Pigmentierung, verschiedene Farben !
  • D - Durchmesser größer als 5 mm !
  • E - Erhabenheit schnelles Wachstum !

Falls zwei der o.g. Kriterien zu treffen, empfehlen wir eine vorsorgliche Entfernung des Muttermals und eine histologische Untersuchung. Deshalb empfehlen wir bei Muttermalen eine chirurgische Entfernung und keine LASER-Entfernung.


Die Vorbereitung auf eine Muttermalentfernung

Soll ein Muttermal aus ästhetischen Gründen entfernt werden, muss der Hautveränderung vorher gründlich untersucht werden, um sein Risikopotential abzuschätzen. Zwar gibt es Muttermale, die ohne Bedenken mit Lasern und anderen Techniken abgetragen werden können, jedoch sollte im Zweifel immer eine operative Entfernung vorgezogen werden. Hierdurch wird das gesamte Gewebe um die Hautveränderung entfernt und das spätere unentdeckte Auftreten einer Hautkrebserkrankung minimiert. Das Gewebe sollte zudem postoperativ untersucht werden.

Es wird empfohlen zusätzlich einen Dermatologen zu Rate zu ziehen.


Die Behandlungsmethoden einer Muttermalentfernung

Die Entfernung von Muttermalen kann mittels eines Lasers oder durch Herausschneiden erfolgen. Das Risiko eines späteren Hautkrebses kann aber nur durch ein Entfernen des Mals inklusive umliegendem Gewebe minimiert werden.

Der Eingriff (Herausschneiden) selbst erfolgt unter örtlicher Betäubung. Der Chirurg trennt die Haut rund um das Muttermal auf und schneidet dieses dann großzügig heraus. Hierbei werden gegebenenfalls auch darunterliegende, pigmentierte Gewebeschichten entfernt. Die Schnittführung verläuft so narbenarm wie möglich. Anschließend werden die entstandenen Schnitte vernäht und die Wunde entsprechend versorgt.


Die Nachbehandlung nach einer Muttermalentfernung

Die genähte Wunde sollte nach der Operation geschont werden, was je nach Körperstelle verschiedene Konsequenzen haben kann. Es sollten keine Sportarten betrieben werden, bei denen die entsprechende Körperpartie belastet wird. Auf Duschen und Baden ist am ersten Tag, auf Sauna und Solarium mehrere Wochen nach dem Eingriff zu verzichten.

Häufig bekommt der Patient eine Salbe mit nach Hause, die er zur Desinfektion der Wunde täglich vorsichtig mit einem Ohrenstäbchen aufträgt. Die Fäden können meistens nach ca. 5- 20 Tagen gezogen werden: Im Gesicht nach 5 Tagen, an anderen Körperstellen nach 20 Tagen. Falls innere Fäden eingesetzt werden, lösen sich diese von von selbst auf.


Mögliche Risiken einer Muttermalentfernung

Infektionen und Entzündungen können bei jedem Eingriff auftreten, lassen sich aber in der Regel gut mit Medikamenten behandeln. Wird beim Herausschneiden des Mals ein Nerv durchtrennt kann es zu temporären, manchmal auch dauerhaften Taubheitsgefühlen kommen.

Abhängig vom  behandeltem Körperareal, der Nachsorge und Veranlagung kann eine Muttermalentfernung weiße, geschwulstige Narben hinterlassen, die unter Umständen mehr stören als das Muttermal vor dem Eingriff.