Behandlungsdauer | 60-80 Minuten | |
Betäubung | lokale Betäubung mit Dämmerschlaf | |
Klinikaufenthalt | ambulant, auf Wunsch stationär | |
Schonzeit | 2-3 Tage | |
Narben | versteckt in Umschlagsfalte | |
Sport | 14 Tage kein Sport | |
Besonderheiten | Fädenentfernung 5 Tage |

Die Erschlaffung der Lider gehört zum natürlichen Alterungsprozess und ist häufig familiär mehr oder weniger stark ausgeprägt. Bei jungen Menschen können allerdings auch eine erhöhte Sonneneinwirkung oder Schlafmangel eine Lidhauterschlaffung hervorrufen.
Am oberen Augenlid spricht man von Schlupflidern, am unteren von Tränensäcken, wobei letztere durch hervortretendes Augenhöhlenfett unterhalb der Lidhaut verursacht werden.
Schlaffe Augenlider können zum einen aus ästhetischen Gründen als störend empfunden werden, zum anderen können sie sich auch als krankhafte Gesichtsfeldeinschränkung äußern. Tränensäcke erwecken besonders bei jungen Menschen den unerwünschten Eindruck von Trauer und Übernächtigung.
Zur Vorbereitung muss der Patient die üblichen Verzichts-Maßnahmen vor einer OP ergreifen: Zwei Wochen lang kein Nikotin, keine Sonnenbäder und keine gerinnungshemmenden Medikamente (zum Beispiel Aspririn®).
Vor dem Eingriff findet ein ausführliches Aufklärungsgespräch statt. In diesem Gespräch sollten alle Fragen beantwortet werden, insbdesondere die Betäubung, Schnittführung, Nachbehandlung und
In der Regel wird die Lidplastik in örtlicher Betäubung durchgeführt. Sie bekommen vorher eine Beruhigungstablette und im Operationssaal je zwei Einstiche an den vier Lidern zur örtlichen Betäubung.
Eine Lidkorrektur wird unter lokaler Betäubung mit Dämmerschlaf durchgeführt. Da eine Liderschlaffung häufig an Ober- und Unterlid gemeinsam auftritt, kann die Straffung beider Bereiche in einem Eingriff durchgeführt werden.
Bei der Oberlidstraffung wird neben der Haut oft auch der Überschuss des Augenringmuskels entfernt, sowie ggf. eine Korrektur am Fettgewebe des Augapfels vorgenommen. Der Schnitt wird hierbei so exakt in der natürlichen Lidfalte gesetzt, dass die entstehende Narbe unsichtbar bleibt. In manchen Fällen ist es ratsam mit einem zusätzlichen Schnitt Augenbrauen und Stirn anzuheben, insbesondere wenn – wie beim „Pseudo-Schlupflid“ – die herabgesunkenen Augenbrauen die eigentlichen Verursacher der Schlupflider sind
Zur Korrektur des Unterlids bei Tränensäcken setzt der Operateur den Schnitt etwa ein Millimeter unterhalb des Lidrandes und entfernt je nach Ausprägung der Liderschlaffung Haut-, Fett- und Muskelüberschüsse. Auch hier ist eine zusätzliche Straffung möglich, wenn die Muskelbänder des Unterlides bereits stark erschlafft sind. Der Schnitt wird mit einem sehr dünnen Fädchen vernäht, der in der Haut versenkt wird und äußerlich nicht sichtbar ist.
Die mitunter dunkle und extrem dünne Haut der Unterlider kann durch den Eingriff nicht aufgehellt oder gefestigt werden. Hier kann ein Auffüllen mit Hyaluron oder Eigenfett sinnvoll sein.

Zunächst wird mit feuchten Kompressen und Eisbeuteln die Schwellung der Lieder gemildert. Bei starker Blutungsneigung werden zwei kleine Gummilaschen in die Augenlider eingelegt, die – bei einem Klinikaufenthalt - bereits vor der Entlassung am nächsten Morgen entfernt werden können. Die Intracutanfäden können 4 bis 6 Tage später gezogen werden.
Die bei der Lidstraffung entstehenden Narben sind in den Lidfalten versteckt, die sich bei geöffneten Augen zeigen und schon nach 1-2 Wochen kaum noch zu erkennen. In manchen Fällen müssen jedoch Schnitte gesetzt werden, die über die äußere Begrenzung der Augenhöhle hinausgehen, was zu einer längeren Sichtbarkeit der Narben führen kann. Hier kann ein geeignetes Makeup in den ersten Wochen Abhilfe schaffen.
Ein Endergebnis ist ungefähr 3 Monate nach der Lidstraffung zu erwarten.
Augenlidkorrekturen gelten in erfahrenen Händen generell als risikoarme, unkomplizierte Eingriffe, erfordern auf Seiten des Operateurs jedoch eine millimetergenaue Präzisionsarbeit. So kann ein falscher Schnitt oder das Entfernen von zu viel Haut zu einem unerwünschten Ergebnis und komplizierten Nachbehandlungen führen. Das Entfernen von zu wenig Haut lässt sich in der Regel durch einen zweiten Eingriff problemlos korrigieren.
Häufig kommt es nach dem Eingriff zu Schwellungen, kleineren Blutergüssen sowie zu Reizungen der Binde- und Hornhaut, die jedoch problemlos zu behandeln sind. Extrem selten werden Infektionen und Entzündungen beobachtet.
Aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes ( HWG ) vom 01.04.2006 sind Vorher- und Nachher Bilder in den Medien nicht mehr erlaubt, deshalb dürfen wir keine vergleichende Ergebnisse im Internet veröffentlichen.
Jedoch können wir in der Praxis Ihnen Beispiele der Patienten zeigen, die bei uns behandelt worden sind.